"Corona-Zeiten" Alles ist anders!

Liebe Wildpark Freunde!

Wenn Wildhüter, Florian Wilde, jetzt durch den Park geht, sind die Wege, auf denen unsere Besucher normalerweise den Frühling bei uns im Park genießen, leer und verlassen. Die Tiere kommen an die Gatter und erwarten kleine Kinderhände mit Leckereien aber zurzeit ist leider alles anders, auch der Abenteuerspielplatz liegt verlassen in der Frühlingssonne – ungewohnte Anblicke. Wie immer im Frühling, werden bei unseren Wildtieren viele Jungtiere geboren. Bei den Wildschweinen wuseln die kleinen Frischlinge durch den Wald oder genießen ihren Mittagsschlaf in der wärmenden Sonne. Die Muffellämmer tollen über die Weide und im Streichelzoo toben die kleinen Zicklein über die Kletterbäume. Unsere Bärendamen Sava und Tara langweilen sich in der Sonne, kein Besucher der einen Apfel zuwirft oder vielleicht ein Hund den man beobachten könnte. Während dessen genießen unsere Elche und unser Wisentbulle „Eisig“ mit seiner jungen Familie das frische Gras auf den Weiden und „Hamni“ und „Nathan“, unser Wolfspärchen, döst in der Sonne und wartet auf die nächste Fütterung. Fischotterdame „Canny“, bei den Besuchern so beliebt weil Sie für jedes Leckerli wirklich den Clown spielt, ist zurzeit besonders einsam. Im letzten Jahr ist ihre Spielgefährtin gestorben. Seitdem suchen wir, bisher vergeblich nach einer neuen Gesellschaft. Nun fehlt ihr auch die Abwechslung durch die vielen Besucher, die sich von ihren akrobatischen Schwimmkünsten begeistern ließen. Daran können auch die Murmeltiere nichts ändern die ganz in der Nähe wohnen und eher mit sich selbst beschäftigt sind. Es ist sehr still im Park, nur in der Falknerei hört man Cleo, die Schreiseeadlerdame, nach ihrem Falkner rufen. Die Beiden haben eine innige Beziehung. Erwin Janssen lässt seine Schützlinge täglich fliegen, nur leider schaut keiner zu. Keine Köpfe die sich ducken weil „Jacki“ der Rotmilan seine Tiefflüge übt, keiner der staunt, wenn Uhu „Charly“ seinen Kopf um 180 ° dreht und mit großen Augen auf einen leckeren Happen wartet. Selbst unserem Kappengeier „Zoro“ scheint es langweilig zu sein, denn normalerweise hüpft er gerne zwischen den Besuchern herum und hofft die eine oder andere Leckerei zu ergattern.

Liebe Wildpark Freunde, Sie sehen, nicht nur wir Menschen ersehnen die „Wiederöffnung“ unseres Tierparks, auch die Tiere freuen sich, wenn wieder alles seinen gewohnten Gang geht. Bis dahin denken Sie an uns, vergessen Sie uns nicht. Jede gekaufte Karte und jede Spende hilft uns die Zeit bis Sie uns wieder besuchen dürfen zu überbrücken.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, wir freuen uns auf die Zeit nach „Corona“!

Ihr Wildpark Team!